

Mechatroniker des dritten Ausbildungsjahres unternahmen eine Exkursion nach Frankfurt, um dort die Gepäckförderanlage (GfA) des Frankfurter Flughafens zu besichtigen.
Insgesamt 110.000 Gepäckstücke werden auf der Anlage der Fraport AG, die sich über das Gesamtgebiet von Terminal 1 bis Terminal 2 erstreckt, pro Tag an die jeweiligen Entnahmestellen geleitet. Die Fehlerquote der GfA liegt hierbei lediglich bei einem statistischen Wert von rund 0,0015 %. Dass dies nur mittels eines ausgeklügelten Automatisierungskonzeptes möglich ist, davon konnten sich die angehenden Mechatroniker heute persönlich ein Bild machen. Gesteuert vom Interbus der Firma Phoenix Contact und im Zusammenwirken mit Antriebskomponenten der Firma SEW ist jeder Zeit ersichtlich, wo sich jedes Gepäckstück auf dem insgesamt 73 km langen Netz der Gepäckförderanlage befindet. Überwacht wird dies alles von der Leitstelle (BCC) der Fraport, die die Schüler besichtigen und dort mit Experten ins Gespräch kommen konnten. Die Fachtermini Quergurtsorter, Kippschalensorter und z. B. Scannertor wurden hierbei im Gespräch ebenso erläutert wie die Notwendigkeit des Aufbaus eines redundanten GFA-Systems, das einspringen muss, wenn das Terminal 1, in dem die Leitstelle der GfA ihren Sitz hat, aufgrund z. B. einer Terrorwarnung nicht besetzt werden kann.
Insgesamt konnten die Schüler nach diesem sehr besonderen Blick hinter die Kulissen des Flughafens Frankfurt viele eindrückliche Informationen sammeln und die beeindruckende Praxis der hier verwandten Automatisierungstechnik live erleben.
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